Hipkiss

*1964

  • Half Lie, 2011, Mischtechnik auf Papier, 73 x 111 cm
  • My Faith Blister, 1994, Mischtechnik auf Papier, 111 x 73 cm
  • Forget The Sun, 2012, Mischtechnik auf Papier, 146 x 92 cm
  • Fucking Plasma SunHater, 2012, Mischtechnik auf Papier, 146 x 92 cm
  • L.I.E. 1, 2011, Mischtechnik auf Papier, 112 x 182 cm
  • L.I.E. 2, 2011, Mischtechnik auf Papier, 112 x 182 cm
  • L.I.E. 3, 2011, Mischtechnik auf Papier, 112 x 180 cm
  • L'Ascension, 2016, Mischtechnik auf Papier, 226 x 40 cm
  • 1045, 2016, Mischtechnik auf Papier, 226 x 40 cm
  • 1046 (The Thistle), 2016, Mischtechnik auf Papier, 226 x 40 cm
  • Yes But No But, 2014, Mischtechnik auf Papier, 59 x 118 cm
  • Fame the Shame, 2013, Mischtechnik auf Papier, 20 x 41 cm
  • … The East, 2013, Mischtechnik auf Papier, jeweils 20 x 13cm

Seit den frühen 1980er Jahren arbeiten Chris und Alpha Mason – gemeinsam als „Hipkiss“ bekannt - an einer kompromisslosen visuellen Ikonographie, die hypnotisierend, wenn nicht geradezu visionär wirkt. Nachdem sie im Jahre 2000 ihrer Heimat England den Rücken kehrten, zogen sie kurz nach 9/11 in die französische Provinz. Das produktive Hipkiss-Oeuvre ist seither das Ergebnis eines symbiotischen Zusammenspiels zweier Individuen, zweier Komplizen vereinigt in einem kreativen Prozess der sowohl thematisch wie auch formell von einer Beziehung geprägt ist und sich durch einen kontinuierlichen Austausch von Ideen und Techniken weiterentwickelt. Typisch für die überdimensionalen Hipkiss- Panoramen ist ein detailtreuer und gleichzeitig anarchischer Stil von außerordentlicher Präzision und formeller Beherrschung, der eine oftmals von mutierten, androgynen Kämpfer (und Hipkiss Alter Egos) besiedelten postindustrielle, feministische Parallelwelt darstellt. Die unterschwellige Bedrohung in den technoiden Hipkiss-Landschaften wird von utopischen Gegenentwürfen unheimlicher Schönheit gekontert. In diesen Sinne enthüllt das Werk von Hipkiss auch die inhärenten kreativen Prozesse und verdeutlich gleichzeitig eine Tatsache die gerne übersehen wird: dass die Zeichnungen des Künstlerduos nicht bloß das Ergebnis weltfremder Eigenbrötlerei sind, sondern vielmehr von Fantasie und Realitätsbezug lebende Visionen unserer Welt.

Hipkiss Arbeiten sind vertreten in internationalen Museumssammlungen (Museum Boijmans Van Beuningen (Niederlande), John Michael Kohler Arts Center (US-WI), The Whitworth (GB), FRAC Picardie (Frankreich) und American Folk Art Museum (US-NY)), sowohl wie auch in renommierten Privatsammlungen (Cindy Sherman, Antoine de Galbert, Arnulf Rainer). Gezeigt wurden die Arbeiten bislang in Einzelausstellungen im Intuit und John Michael Kohler Arts Center oder in Gruppenausstellungen in der Tate Britain, Whitechapel, the Irish Museum of Modern Art, La Maison Rouge, The Aldrich Museum of Contemporary Art und David Zwirner.